Dr. Muhammed Cetin, geb. 1956, in Eskisehir (Türkei), ist Doktor der Soziologie und ein Spezialist für soziale Bewegungen. Er studierte und promovierte in England, arbeitete mehrere Jahre in Turkmenistan, lehrt heute Soziologie in den USA und ist ein unabhängiger Abgeordneter des türkischen Parlaments.
Dr. Cetin ist Autor mehrerer Bücher und DVDs, ist Kolumnist der internationa- len Zeitung Today’s Zaman und Koordinator der Publikationsstelle des Instituts für den Interreligiösen Dialog (Institute of Interfaith Dialog, U.S.A.), dem er von 2002 bis 2008 als Präsident vorstand.
Dr. Cetins kompaktes, leicht verständliches Taschenbuch präsentiert Ergebnis- se der Forschung über die Hizmet-Bewegung und macht diese so transparenter.

Muhammed Çetin greift zentrale Themen der öffentlichen Diskussion über das Selbstverständnis von Religionen auf und gibt erhellende Antworten auf Fragen nach kultureller Identität. Im Fokus seiner fundierten Studie stehen der aus der Türkei stammende Prediger Fethullah Güllen und insbesondere all jene, die sich auf ihn berufen und die Bildungslandschaft nicht nur in Deutschland bereichern: die Hizmet-Bewegung. Er schildert ihre verschiedenen interkulturellen und interreligiösen Aktivitäten und es gelingt ihm, Vorbehalte gegen dieses von außen nur schwer überschaubare Netzwerk zu zerstreuen. Im Mittelpunkt dieses Buches stehen die Ethik der Selbstverantwortung, das Prinzip der gemeinsamen Entscheidungsfindung, die Frage nach der kulturellen Identität, die permanente Suche nach dem Verbindenden zwischen Menschen und Kulturen und nicht zuletzt die Perspektive eines friedfertigen Islams. So darf das Buch als ein wichtiger Beitrag für die Fortschreibung einer demokratischen und offenen Gesellschaft verstanden werden. Jürgen Nielsen-Sikora